Diaty Diallos Debütroman porträtiert die durch systematischen Rassismus und Polizeigewalt geprägte gesellschaftliche Realität Frankreichs. In einem ganz eigenen, am Slang orientierten Stil beschreibt sie, wie das oft absichtliche Versagen von Behörden und Gesetzgebern rassistischem Verhalten Raum gibt und macht die Bedrohung anschaulich, der gerade Schwarze und Araber tagtäglich auf Polizeirevieren, bei Straßenpatroullien und in den Gefängniszellen der rauen Vororte ausgesetzt sind. Darunter auch Issa: Er empört sich über die Gewalt, die ihm seitens der Polizei widerfährt. Nach einer provozierenden Auseinandersetzung müssen seine Freunde ihn, blutig geschlagen, aus dem Revier abholen. Eine Katastrophe reiht sich an die nächste – bis die Luft brennt.
©Bénédicte Roscot